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FC Barcelona : Werder Bremen am 22.11.2005

 

BARCELOOONAAAAAA

 

Camp Nou – ein Name, wie eine Schokotorte! Denkt man an die großen Stadien dieser Welt, an jene, die man als Fußballfan so gerne einmal gesehen haben wollte/sollte/ muss, dann darf Camp Nou sicher nicht fehlen. Da traf es sich gut, dass Werder und „Barca“ einander in der Gruppenphase der CL-Saison 2005/2006 begegneten. Wieder einmal machten sich Olli, Schramme und Woody auf den Weg. Ein besonderer Dank geht, an dieser Stelle, an unseren lieben Freund Klaus! Er und seine, nicht minder liebe, Frau Sabine nahmen sich unser an. Klaus und Sabine wohnten seinerzeit in St. Augustin und somit unweit des Flughafens Köln-Bonn (von dort sollte unser Flieger in Richtung Barcelona abheben). Sie luden uns ein, die Nacht vor dem Spieltag bei Ihnen zu verbringen. Diese Einladung nahmen wir natürlich freudig an. Am Vortage des Spiels fuhren wir also mit dem Wagen von Bremen nach St. Augustin und verbrachten einen feuchtfröhlichen Abend bei Klaus und Sabine. Am nächsten morgen, nach einem ausgiebigen (Kater)Frühstück, brachte Sabine uns zum Flughafen. Klaus war natürlich mit von der Partie. Er würde sich ein Hotelzimmer mit seinem Bruder Hans teilen, der aus Madrid kommend, zu uns stoßen sollte.

 

Ich will mich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten und das Hotel in Barcelona beschreiben, in dem wir Quartier bezogen: es war prima! Nachdem wir uns zusammen gefunden hatten, Hans war auch sehr früh angekommen, machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zur „Plaza de Cataluna“. Dort tummelten sich bereits viele Grün-Weiße. Der „Rambla“ folgend, zogen wir in Richtung Hafen, besuchten kurz das Hardrock-Cafe, den Grünmarkt und landeten schließlich auf der „Plaza Real“. Hier fand sich die gesamte Werderfan-Gemeinde zusammen, zumindest musste man den Eindruck bekommen. Die Stimmung war super! Wir begegneten weiteren Freunden und Bekannten und hatten eine Mordsparty schon vor Anpfiff des Spiels. Wir lümmelten uns in eine urige Kneipe die sich in einer Ecke, eines Altbaus auf der Plaza, versteckte. Der Schuppen war randvoll mit grün-weiß verstrahlten Anhängern. Hier verbrachten wir den Nachmittag und den frühen Abend vor dem Spiel und tranken das eine oder andere Bierchen…

Irgendwann setzte sich die Meute in Bewegung, machte sich auf in Richtung Camp Nou.

 

Unser Häuflein tat dies auch, allerdings benutzen wir die ortsansässigen Taxen. Schließlich waren wir nicht auf unserem Jakobsweg! Am Stadion angekommen, war der Durst schon wieder groß. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite (6-spurig) befand sich eine Art Imbiss. Dort versorgten wir uns mit frischen Bier und erwarteten die Ankunft des „Werdermobs“ der, begleitet von uniformierten Herren, die gesamte Breite der Straße einnahm und sich lautstark dem Stadion näherte.

Lässig an die Hauswand des Imbiss' gelehnt, sah ich dem Treiben zu, Olli auch schon gut im Fahrwasser, tauschte lachend mit einem Barca Fan seinen Werderschal gegen einen von Barca. Schramme hielt derweil den Tresen fest, als plötzlich etwas an meinem Kopf vorbei rauschte und klirrend - scheppernd neben mir auf dem Boden aufschlug. Die Scherben spritzen mir ans Bein. Nun, es war ein Bierhumpen, ein Gebinde von ca. 0,4 l oder ähnlichem Kaliber, der mir freundlicherweise gereicht wurde.

Wie mich ein verdutzter Blick nach oben erkennen ließ, versuchte dies jemand aus einem Fenster, welches sich in der 4.ten Etage des Hauses befand, an dem ich geruhte mich anzulehnen. Danke – für die Verfehlung - wohlgemerkt! Toll, solche Erlebnisse mache eine Auswärtstour doch erst aus…

Nach diesem kleinen Zwischenfall machten wir uns auf, querten die Dorfstraße und besiedelten den Oberrang der elitären Bolzwiese. „A little bit pissed“ stellten wir fest, dass es s.c.h.e.i.ß.egal war, welcher Platz nun auf dem Ticket ausgewiesen wurde. Wie Weidevieh trieb man uns in's Stadion. Die Ordnungshüter waren wenig zimperlich, freundlich waren sie schon gar nicht!

Auf der Tribüne angekommen, konnten wir dem vorbeifliegenden Spanair-Piloten in die Augen schauen. Dafür fiel es uns recht schwer, ohne zusätzliche Sehhilfe, die Mannschafts-Aufstellungen zu erkennen. Hoch also war es in dem Altbau und kalt zudem. Dennoch war die Stimmung einigermaßen gut, was nicht zuletzt dem ausgiebigem Vorglühen geschuldet war.

Das Spiel, nun es war munter geführt und Werder hielt einigermaßen mit. Letztlich musste man sich den Mannen um Ronaldinho mit 1:3 geschlagen geben, was zu der Zeit keine Schande darstellte. Insgeheim erhofften wir uns natürlich ein besseres Resultat.

Nach Spielende hielt man uns, wie üblich, eine Weile im Gästeblock fest. Anschließend trieb man uns wieder aus der Arena. Auf der Straße angekommen, irrten wir eine Weile umher, bis wir uns schließlich via Taxi an der Plaza Real einfanden. Kurz noch hielten wir eine kleine Versammlung im Kreise unserer Mitstreiter ab, um alsbald todmüde in die Hotelbetten zu versinken.

Unter dem Strich war es eine tolle Tour, der lediglich die Krönung in Form eines überraschenden Sieges von Werder fehlte. Es gäbe noch einige Kleinigkeiten zu berichten, die ich aber ganz bewusst vor dem Licht der Öffentlichkeit verberge! ;o)

 

Grüßlichst Euer

Woody

 

p.s.: Die Stadt ist absolut sehenswert, das Stadion ist ein Wrack!

 

Bremen, 29.11.2005

 

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